
Reisehinweise
Praktische Tipps und Tricks
Jeder möchte gerne in den Urlaub fahren. Einfach mal rauskommen, neue Orte entdecken und entspannen – egal, ob man einen Rollstuhl nutzt oder nicht. Wenn du mit einem Elektrorollstuhl reist, erfordert das Fliegen nur etwas mehr Vorbereitung. Mit den folgenden Tipps kannst du deinen Flug deutlich angenehmer und entspannter gestalten.

EINE GEEIGNETE IAHD-TAUCHSCHULE FINDEN
Nutze die Funktion „Tauchschule finden“ auf der IAHD-Website, um zu sehen, welche angeschlossenen Tauchschulen sich an deinem Reiseziel oder in der Nähe befinden. Nimm vor der Buchung immer direkt Kontakt mit der Tauchschule auf, um deine persönlichen Bedürfnisse und die benötigte Unterstützung zu besprechen.
Nein. Die Barrierefreiheit und die vorhandenen Einrichtungen können je nach Tauchschule und Standort unterschiedlich sein. Eine Tauchschule kann beispielsweise über IAHD-zertifizierte Tauchlehrer verfügen, während die Räumlichkeiten selbst nicht vollständig rollstuhlgerecht sind. Frage deshalb vor der Buchung nach der konkreten Situation vor Ort.
Kläre dies immer, bevor du deine Reise buchst. IAHD-Tauchlehrer sind möglicherweise nicht jeden Tag verfügbar und die Verfügbarkeit kann je nach Zeitraum variieren. Teile der Tauchschule deine Reisedaten mit und frage, ob während deines Aufenthalts ein geeigneter Tauchlehrer verfügbar ist.
Erkläre der Tauchschule, was du selbstständig machen kannst und wobei du Unterstützung benötigst. Gib auch an, ob du einen Rollstuhl oder andere Hilfsmittel benutzt und ob du beispielsweise beim An- und Ausziehen der Tauchausrüstung, beim Transfer oder beim Ein- und Ausstieg ins Wasser Unterstützung benötigst.
Frage, wie der Ein- und Ausstieg am Pool, vom Ufer oder vom Boot organisiert wird. Möglicherweise stehen eine Rampe, ein Lift, eine Treppe, eine Plattform oder Unterstützung durch Mitarbeiter zur Verfügung. Fotos oder ein Video des Standorts können dir helfen, dir bereits vor der Reise ein gutes Bild von der Situation zu machen.
Das hängt vom Standort und vom Bootstyp ab. Frage, ob der Weg zum Tauchplatz rollstuhlgerecht ist und ob dein Rollstuhl bis zum Steg oder mit an Bord genommen werden kann. Wenn du einen Elektrorollstuhl benutzt, solltest du auch nach möglichen Einschränkungen hinsichtlich Gewicht, Abmessungen oder Akku fragen.
Nicht jede Tauchschule verfügt über die gleiche Ausrüstung oder die gleichen Hilfsmittel. Frage deshalb im Voraus, welche Ausrüstung und Hilfsmittel vorhanden sind und ob du bestimmte persönliche Hilfsmittel selbst mitbringen musst.
Frage nicht nur, ob die Tauchschule „barrierefrei“ ist, sondern erkundige dich nach den einzelnen Einrichtungen. Prüfe beispielsweise, ob eine rollstuhlgerechte Toilette, Dusche und Umkleide vorhanden sind und ob ausreichend Platz für einen Transfer vorhanden ist.
Wenn sich der Tauchplatz nicht direkt bei der Tauchschule befindet, frage, wie der Transport organisiert wird. Prüfe, ob das Fahrzeug für dich und deinen Rollstuhl geeignet ist und ob beim Ein- und Aussteigen Unterstützung möglich ist.
Ja, und das ist empfehlenswert. Besprich vor der Buchung deine Möglichkeiten, Wünsche und individuellen Anforderungen. Ein IAHD-Tauchlehrer kann gemeinsam mit dir klären, welche Unterstützung und Anpassungen erforderlich sind, damit du so sicher und komfortabel wie möglich tauchen kannst.
EINE GEEIGNETE UNTERKUNFT FINDEN
Verlasse dich nicht nur auf die Angabe „rollstuhlgerecht“ oder „barrierefrei“. Frage die Unterkunft nach der tatsächlichen Situation und bitte, wenn möglich, um Fotos oder Maße des Eingangs, des Zimmers, des Badezimmers und anderer wichtiger Bereiche.
Frage nach der Türbreite, dem Platz neben der Toilette, einer ebenerdigen bzw. befahrbaren Dusche, Haltegriffen und gegebenenfalls einem Duschstuhl. Was als „angepasst“ oder „barrierefrei“ bezeichnet wird, kann sich von Unterkunft zu Unterkunft deutlich unterscheiden.
Prüfe, ob es Stufen, Schwellen oder steile Rampen gibt. Frage auch nach Aufzügen sowie nach der Breite von Türen und Fluren. Denke dabei an den gesamten Weg vom Eingang zu deinem Zimmer, zum Restaurant, zum Pool und zu anderen Einrichtungen, die du nutzen möchtest.
Wenn du vom Rollstuhl ins Bett wechseln musst, ist ausreichend Platz besonders wichtig. Frage nach der Höhe des Bettes und danach, wie viel Platz neben und unter dem Bett vorhanden ist – insbesondere, wenn du einen mobilen Patientenlifter benutzt.
Einige Unterkünfte stellen entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung, aber das ist keineswegs überall der Fall. Frage im Voraus, welche Hilfsmittel vorhanden sind und ob ausreichend Platz vorhanden ist, um deine eigenen Hilfsmittel sicher zu benutzen.
Informiere dich darüber, welche Netzspannung und welche Steckdosen an deinem Reiseziel verwendet werden und ob du einen Adapter benötigst. Frage außerdem, ob es einen geeigneten und sicheren Platz gibt, an dem du deinen Rollstuhl abstellen und aufladen kannst.
Eine barrierefreie Unterkunft hilft nur bedingt, wenn der Transport zur Tauchschule nicht geeignet ist. Frage deshalb im Voraus, wie du von deiner Unterkunft zur Tauchschule und zu den Tauchplätzen gelangst und ob ein geeignetes barrierefreies Transportmittel verfügbar ist.
Ein barrierefreies Zimmer bedeutet nicht automatisch, dass auch der Rest der Unterkunft barrierefrei ist. Frage deshalb, welche Gemeinschaftsbereiche und Einrichtungen ohne Treppen oder andere Hindernisse erreichbar sind.
Es lohnt sich auf jeden Fall, danach zu fragen. Eine lokale IAHD-Tauchschule kennt die Umgebung und hat möglicherweise bereits Erfahrung mit Unterkünften, in denen Taucher mit Behinderungen übernachtet haben. Prüfe jedoch immer selbst, ob die vorhandenen Einrichtungen deinen persönlichen Bedürfnissen entsprechen.
BEVOR DU FLUGTICKETS BUCHST
Direktflüge ohne Zwischenstopp sind in der Regel etwas teurer, aber gegenüber Flügen mit Zwischenlandung vorzuziehen. Ein Flugticket mit Zwischenstopp bedeutet nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern erhöht auch das Risiko, dass mit dem Rollstuhl etwas passiert. Außerdem ist es deutlich anstrengender und zeitaufwendiger. Mach es dir so einfach wie möglich – wenn du die Möglichkeit dazu hast.
Im Allgemeinen muss eine Person mit einer (Seh-)Behinderung oder eingeschränkter Mobilität von einer körperlich uneingeschränkten erwachsenen Person begleitet werden, wenn:
• du deinen Sicherheitsgurt nicht selbst anlegen und öffnen kannst und dabei Hilfe benötigst;
• du im Notfall den Notausgang nicht selbstständig ohne Hilfe erreichen kannst;
• du die Schwimmweste und Sauerstoffmaske nicht selbst ohne Hilfe anlegen kannst;
• du Unterstützung bei der Benutzung der Toilette, beim Essen oder bei der Einnahme von Medikamenten benötigst;
• du die Anweisungen an Bord nicht verstehen oder befolgen kannst;
• dein eigenes Wohlbefinden und deine Sicherheit oder die anderer Passagiere gefährdet ist – in diesem Fall kann dir die Fluggesellschaft die Beförderung verweigern.
Es ist wichtig, sich über die Bedingungen der Fluggesellschaft für Passagiere im Rollstuhl zu informieren. Für manuelle Rollstühle gibt es in der Regel keine Einschränkungen. Die maximal zulässigen Maße des Rollstuhls hängen von der Breite der Flugzeugtüren ab und unterscheiden sich je nach Flugzeugtyp und Fluggesellschaft. So verlangt beispielsweise Transavia, dass du sie direkt nach der Buchung kontaktierst, wenn dein Rollstuhl mehr als 23 kg wiegt und/oder höher als 86 cm ist.
Für Batterien gelten strenge Vorschriften: In der Regel sind nur trockene (auslaufsichere) oder Nassbatterien erlaubt. Flüssigbatterien sind nur mit besonderer Genehmigung zulässig. Lithium-Ionen-Batterien, die in den meisten elektrischen Antriebssystemen von Rollstühlen verwendet werden, sind nur erlaubt, wenn ihre Kapazität unter 300 Wh liegt. Außerdem müssen diese im Handgepäck transportiert werden. Häufig gelten auch besondere Vorschriften für die Verpackung der Batterien – informiere dich daher sorgfältig bei der von dir gewählten Fluggesellschaft.
Die meisten Fluggesellschaften unterstützen dich kostenlos bei der Buchung von Flugtickets über ihr Servicecenter. So weißt du sofort, welche Unterstützung du am Flughafen erwarten kannst. Für Menschen mit einer körperlichen Einschränkung gibt es drei Arten von Unterstützung, für die internationale Codes verwendet werden:
• Unterstützung bis zum Gate (WCHR). Für Passagiere, die einen Rollstuhl benötigen, um sich am Flughafen fortzubewegen, da sie keine langen Strecken laufen können, aber Treppen steigen können. Der Flughafen Schiphol verfügt über Rollsteige und Aufzüge.
• Unterstützung am Flughafen und bei der Nutzung von Treppen (WCHS). Für Passagiere, die keine langen Strecken laufen können und Unterstützung auf dem Weg zum Gate benötigen, sich jedoch im Flugzeug selbstständig bewegen können.
• Unterstützung bis zum Sitzplatz im Flugzeug (WCHC). Für Passagiere, die überhaupt nicht laufen können, Hilfe beim Einsteigen benötigen und in den Sitz hinein- und herausgehoben werden müssen. Wenn du mit einer Begleitperson reist, lautet die Bezeichnung „WCHC escorted by“; wenn du alleine fliegst, gilt der Code „WCHC self-supporting“.
An vielen Flughäfen kannst du deinen eigenen Rollstuhl bis zum Gate oder sogar bis zur Flugzeugtür benutzen. Dies hängt vom Flughafen, von der Fluggesellschaft und vom Rollstuhltyp ab. Frage deshalb vorher bei der Fluggesellschaft nach. So weißt du auch, wann du gegebenenfalls in einen Flughafenrollstuhl oder Transferstuhl wechseln musst.
Wenn deine Reise einen Zwischenstopp beinhaltet, informiere dich vorher darüber, wie die Assistenz am Umsteigeflughafen organisiert ist. Häufig wird die gebuchte Assistenz für die gesamte Reise weitergegeben, dies geschieht jedoch nicht immer automatisch. Frage auch, ob du während des Zwischenstopps deinen eigenen Rollstuhl zurückbekommst oder einen Rollstuhl des Flughafens benutzen wirst.
Wenn du nicht selbstständig vom Rollstuhl auf den Flugzeugsitz wechseln kannst, teile dies vorher deutlich mit. Je nach Flughafen und Fluggesellschaft kann ein schmaler Transferstuhl oder ein anderes Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Erkläre, welche Unterstützung du benötigst, und frage nach den vorhandenen Möglichkeiten.
Nicht jeder Sitzplatz ist für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität gleich gut geeignet. Frage deshalb bei der Buchung, welcher Sitzplatz für deine Bedürfnisse am besten geeignet ist. Beachte, dass aus Sicherheitsgründen bestimmte Sitzplätze für Passagiere, die Assistenz benötigen, nicht verfügbar sein können, beispielsweise Plätze an den Notausgängen.

NACH DER BUCHUNG EINES FLUGTICKETS
Falls du dies nicht bereits bei der Buchung angegeben hast, kannst du der Fluggesellschaft mitteilen, dass du mit einem Rollstuhl reist und welche Unterstützung du am Flughafen benötigst. Die Fluggesellschaft wird nach allen Details des Rollstuhls fragen: Marke, Modell, Gewicht, Maße, Batterietyp und welche Unterstützung erforderlich ist. Gut zu wissen: Der Transport von medizinischen Hilfsmitteln (dazu gehören auch Rollstühle) ist weiterhin kostenlos. Selbst Billigfluggesellschaften, die kein Gepäck in der Kabine erlauben, dürfen keine Gebühr für den Transport eines Rollstuhls verlangen. Einige Fluggesellschaften, wie Air France, erlauben pro Person zwei Mobilitätshilfen (zum Beispiel einen manuellen und einen elektrischen Rollstuhl).
Teile der Fluggesellschaft im Voraus Länge, Breite, Höhe und Gewicht deines Rollstuhls mit. Dies ist besonders bei Elektrorollstühlen wichtig. Anhand dieser Informationen kann die Fluggesellschaft prüfen, ob dein Rollstuhl sicher im Frachtraum transportiert werden kann.
Elektrorollstühle können unterschiedliche Akkutypen haben, beispielsweise Trocken-, Gel- oder Lithium-Ionen-Akkus. Für den Transport im Flugzeug gelten besondere Sicherheitsbestimmungen. Teile der Fluggesellschaft deshalb den genauen Akkutyp, die Kapazität und alle weiteren angeforderten Informationen mit.
Beschreibe so genau wie möglich, was du selbstständig machen kannst und wobei du Hilfe benötigst. Gib zum Beispiel an, ob du kurze Strecken laufen, Treppen steigen, selbstständig ins Flugzeug einsteigen oder auf den Flugzeugsitz wechseln kannst. Je genauer deine Angaben sind, desto besser kann sich der Flughafen auf deine Bedürfnisse vorbereiten.
Frage im Voraus, ob dein Rollstuhl am Check-in-Schalter, am Gate oder direkt am Flugzeug übernommen wird. Erkundige dich auch, wo du ihn nach der Landung zurückbekommst. Dies kann je nach Flughafen unterschiedlich sein. Teile nach Möglichkeit mit, dass du deinen eigenen Rollstuhl so schnell wie möglich nach dem Verlassen des Flugzeugs zurückhaben möchtest.
Gehe nicht automatisch davon aus, dass deine Anfrage korrekt bearbeitet wurde. Prüfe, ob die gewünschte Assistenz in deiner Buchung vermerkt ist, und bewahre die Bestätigung auf.
Speichere die Telefonnummer und andere wichtige Kontaktdaten der Fluggesellschaft in deinem Handy. Halte außerdem deine Buchungsnummer und die Informationen zur gebuchten Assistenz griffbereit.
Erstelle eine einfache Anleitung für das Flughafenpersonal. Erkläre beispielsweise, wie die Bremsen funktionieren, wie der Freilauf aktiviert wird, wo sich der Hauptschalter befindet und an welchen Teilen der Rollstuhl nicht angehoben werden darf. Fotos können die Anleitung zusätzlich verdeutlichen. Befestige eine Kopie am Rollstuhl und nimm selbst eine weitere mit.
Überprüfe einige Tage vor der Abreise erneut deine Buchung und die angeforderte Assistenz. So bleibt noch genügend Zeit, die Fluggesellschaft zu kontaktieren, falls Informationen fehlen oder nicht korrekt eingetragen wurden.
AM TAG DER ABREISE
Stelle sicher, dass du mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen bist. Bestehe immer darauf, dass dein eigener Rollstuhl bis zum Gate bei dir bleibt. Falls die Fluggesellschaft dies ablehnt (zum Beispiel aufgrund der Flughafeninfrastruktur), wird der Rollstuhl sofort als aufgegebenes Gepäck registriert, und du wirst vom Personal in einem Leihrollstuhl des Flughafens bis zum Boarding begleitet. Falls das Flugzeug keine Fluggastbrücke hat, wirst du – sofern du laufen kannst – über die Flugzeugtreppe an Bord gebracht. Andernfalls erfolgt das Boarding mit einem Treppensteiger oder einer Hebebühne, abhängig von den vorhandenen Einrichtungen. In diesem Fall wird immer Unterstützung bereitgestellt.
Denke dabei an die Batterie sowie an Kopfstützen, Kissen und Fußstützen. Am Flughafen stehen keine Werkzeuge zur Verfügung, um Teile zu entfernen. Überlege dir daher im Voraus, wie du dies erledigen kannst.
Dies ist eines der empfindlichsten und teuersten Teile eines Elektrorollstuhls. Sorge dafür, dass nichts damit passieren kann und dass das Flughafenpersonal nicht versehentlich die Einstellungen verändert. Erkläre dem Personal, wie der Rollstuhl in den Leerlauf versetzt wird, damit er geschoben werden kann. Am praktischsten ist es, eine kurze Anleitung mit den wichtigsten Punkten am Rollstuhl zu befestigen.
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Falls nötig, kannst du damit nachweisen, dass der Schaden am Rollstuhl während der Reise entstanden ist.
Bringe an deinem Rollstuhl und an abnehmbaren Teilen gut sichtbare Etiketten mit deinem Namen, deiner Telefonnummer und gegebenenfalls deiner Flugnummer an. Falls während des Transports ein Teil verloren geht, kann es so leichter zugeordnet werden.
Sitzkissen, abnehmbare Bedienelemente und andere empfindliche Teile können beim Transport beschädigt werden oder verloren gehen. Nimm sie deshalb nach Möglichkeit mit in die Kabine. Prüfe vorher die Handgepäckbestimmungen deiner Fluggesellschaft.
Bereite deinen Rollstuhl gemäß den Anweisungen des Herstellers für den Transport vor. Klappe oder demontiere Teile nur, wenn dies notwendig und sicher möglich ist. Achte darauf, dass lose Teile gut befestigt sind und das Personal weiß, wie dein Rollstuhl sicher transportiert werden muss.
Elektrorollstühle können schwer und kompliziert manuell zu bewegen sein. Erkläre deshalb deutlich, wie dein Rollstuhl gefahren, geschoben und gesichert werden muss. Weise auch darauf hin, an welchen empfindlichen Teilen der Rollstuhl nicht angehoben oder bewegt werden darf.
Zeige dem Flughafenpersonal, wo sich die wichtigsten Bedienelemente befinden. Eine einfache Karte mit Fotos und Pfeilen kann dabei sehr hilfreich sein. Gib auch deutlich an, welche Teile getrennt oder demontiert werden dürfen und welche nicht.
Bewahre Informationen über Akkutyp und Kapazität sowie gegebenenfalls die Anweisungen des Herstellers zusammen mit deinen Reisedokumenten auf. Bei Fragen zum sicheren Transport des Akkus kannst du diese Informationen direkt vorzeigen.
BEI DER ANKUNFT AM FLUGHAFEN
Nimm dir Zeit, die verschiedenen mechanischen Funktionen zu testen, und überprüfe, ob die elektrischen Teile wie Rückenlehne, Fußstützen und Hebefunktion ordnungsgemäß funktionieren. Falls dir etwas Ungewöhnliches auffällt, melde es unbedingt, bevor du den Flughafen verlässt; ein kleines Warnsignal mag unbedeutend erscheinen, könnte aber zu einem völlig ruinierten Urlaub führen. Wenn du unsere Tipps befolgst, alles sorgfältig kontrollierst und bei Bedarf immer um Hilfe bittest, wird garantiert alles reibungslos verlaufen!
BEIM EINSTEIGEN
Erkläre dem Assistenzpersonal deutlich, wie es dir am besten helfen kann. Teile mit, was du selbstständig machen kannst und wobei du Unterstützung benötigst. Wenn du eine bestimmte Transfer- oder Hebetechnik benötigst, besprich dies, bevor der Transfer beginnt.
Frage nach Möglichkeit vor dem Abflug, ob dein Rollstuhl zur Verladung ins Flugzeug übernommen wurde. Besonders bei einem elektrischen oder individuell angepassten Rollstuhl ist es beruhigend zu wissen, dass er korrekt übernommen wurde und mit deinem Flug transportiert wird.
Frage, was mit Teilen geschieht, die von deinem Rollstuhl entfernt wurden. Nimm empfindliche Teile möglichst selbst mit in die Kabine. Achte darauf, dass Teile, die im Frachtraum transportiert werden, deutlich gekennzeichnet und gut geschützt sind.
Das Kabinenpersonal kann nicht bei jeder Form der persönlichen Pflege oder körperlichen Unterstützung helfen. Besprich deshalb vor der Reise, was du während des Fluges benötigst und welche Hilfe die Fluggesellschaft anbieten kann. Dies ist besonders bei längeren Flügen wichtig.
Die Zugänglichkeit der Toiletten hängt vom Flugzeugtyp ab. Auf einigen Flügen steht ein Bordrollstuhl zur Verfügung, mit dem du zur Toilette gebracht werden kannst. Frage im Voraus, welche Einrichtungen vorhanden sind und welche Unterstützung das Kabinenpersonal anbieten kann.
Passagiere, die Assistenz benötigen, können häufig vor den anderen Passagieren einsteigen. Dadurch hast du mehr Zeit und Platz für einen sicheren und komfortablen Transfer auf den Flugzeugsitz. Frage am Gate, wie das Einsteigen für dich organisiert wird.




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